Heilpraktikerausbildung-Allgemeine Informationen


Heilpraktikergesetz und DVO

Gesetzliche Grundlagen für die Ausübung des Heilpraktikerberufes

Nur approbierte Ärzte und Heilpraktiker dürfen in Deutschland diagnostisch und therapeutisch tätig sein und damit die Heilkunde ausüben. Sie dürfen körperliche und psychische Leiden behandeln. Für die psychischen Leiden kann ebenfalls ein anerkannter Psychotherapeut tätig werden.

Die Berufsbezeichnung Heilpraktiker ist durch „das Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung" (Heilpraktikergesetz) vom 17.02.1939 geregelt und geändert durch Art. 53 des EGStGB vom 02.03.1974.

Auszug aus dem ,,Heilpraktikergesetz" vom 17.02.1939
§1

(1) Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, ausüben will, bedarf dazu der Erlaubnis.

(2) Ausübung der Heilkunde im Sinne des Gesetzes ist jede berufsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden von Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird.

(3) Wer die Heilkunde bisher berufsmäßig ausgeübt hat und weiterhin ausüben will, erhält die Erlaubnis nach Maßgabe der Durchführungsbestimmungen, er führt die Berufsbezeichnung „Heilpraktiker“.

§2

(1) Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, bisher berufsmäßig nicht ausgeübt hat, kann eine Erlaubnis nach §1 in Zukunft… erhalten.

§3

Die Erlaubnis nach §1 berechtigt nicht zur Ausübung der Heilkunde im Umherziehen.

§5

Wer, ohne zur Ausübung des ärztlichen Berufs berechtigt zu sein und ohne die Erlaubnis nach § 1 zu besitzen, die Heilkunde ausübt, wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr oder mit einer Geldstrafe bestraft.

§6

Die Ausübung der Zahnheilkunde fällt nicht unter die Bestimmung des Gesetzes.

Zusätzlich wurde zum Heilpraktikergesetz die Durchführungsverordnung (DVO) am 18.02. 1939 erlassen. Sie regelt genauer das Erlaubnisverfahren zur Erreichung der Heilpraktikerzulassung.

Die Voraussetzungen für die Teilnahme an der amtsärztlichen Überprüfung spiegeln sich in der DVO wider:

2. Auszug aus der Durchführungsverordnung zum HP- Gesetz vom 18.02.1939

§ 2 Die Erlaubnis wird nicht erteilt:

a) wenn der Antragsteller das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat,

d) er nicht mindestens eine abgeschlossene Volksschulbildung nachweisen kann,

f) wenn sich aus Tatsachen ergibt, dass ihm die…sittliche Zuverlässigkeit fehlt, insbesondere, wenn schwere strafrechtliche oder sittliche Verfehlungen vorliegen,

g) wenn ihm infolge eines körperlichen Leidens oder wegen Schwäche seiner geistigen oder körperlichen Kräfte oder wegen Sucht die für die Berufsausübung erforderliche Eignung fehlt,

i) wenn sich aus einer Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten durch das Gesundheitsamt ergibt, dass die Ausübung der Heilkunde durch den Betreffenden eine Gefahr für die Volksgesundheit bedeuten würde.

§ 3

(1) Über den Antrag entscheidet die Verwaltungsbehörde zusammen mit dem Gesundheitsamt

(2) Der Bescheid ist dem Antragsteller … zuzustellen; das Gesundheitsamt erhält Abschrift des Bescheides. Der ablehnende Bescheid ist mit Gründen zu versehen.

(3) Gegen den Bescheid kann der Antragssteller…. Beschwerde einlegen. Über diese entscheidet die höhere Verwaltungsbehörde nach Anhörung eines Gutachterausschusses.

Wer die Heilkunde ausüben möchte, muss sich der amtsärztlichen Überprüfung stellen:

§4

Der Gutachterausschuss besteht aus einem Vorsitzenden, der weder Arzt noch Heilpraktiker sein darf, aus zwei Ärzten sowie zwei Heilpraktikern. Die Mitglieder des Ausschusses werden vom Reichsminister des Innern für die Dauer von 2 Jahren berufen. Die Landesregierungen werden ermächtigt, durch Rechtsverordnung die zuständige Behörde abweichend von Satz 2 zu bestimmen. Sie können diese Ermächtigung auf die oberste Landesbehörde übertragen.

§7

Die Erlaubnis ist durch die höhere Verwaltungsbehörde zurückzunehmen, wenn nachträglich Tatsachen eintreten oder bekannt werden, die eine Versagung der Erlaubnis nach §2 Absatz 1 rechtfertigen würden. Die Landesregierungen werden ermächtigt, durch die Rechtsverordnung die zuständige Behörde abweichend von Satz 1 zu bestimmen. Sie können die Ermächtigung auf oberste Landesbehörden übertragen.




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